Fitness-Training im Auslauf

Die Frage „Wo steht eigentlich dein Pferd?“ ist ja schon Quatsch. Im Idealfall steht es ja möglichst wenig, sondern spaziert herum. Das versuchen wir jedenfalls zu erreichen. Daher der Rundlauf um die kleine Koppel, Futterplatz und Salzleckstein sind ein Stück vom Stall entfernt, wo wiederum die Tränke wartet. Dazu gibt es verschiedene Liegeplätze und eine Hecke als Sichtschutz, damit es sich lohnt, mal auf der anderen Seite nach dem Rechten zu sehen. Das klappt ganz gut, die Pferde wechseln oft ihren Aufenthaltsort.

Aber nur herumspazieren reicht nicht, vor allem für die Rentner, die die Anlage ja kaum noch verlassen. Da müssen schon ein paar Abwechslungen her, und daher verteile ich immer wieder kleine Schikanen im Auslauf. Vor allem der schmale Durchgang ist perfekt als Trailstrecke: Auto- und Treckerreifen, eine eingebaute Stufe und dicke Äste – wahlweise auch ausgemusterte Zaunpfähle, natürlich ohne Spitze – regen die Ponys an, auf ihre Füße zu achten und nicht einfach nur herumzuschlurfen.

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Außerdem helfen die kleinen Hindernisse, das Wasser zu bremsen. Der Gang hat nämlich Gefälle, und wenn es bei Regen zu schnell da durchrauscht, gibt es Kuhlen. Mit den Ästen und Reifen kann man ein bisschen gegensteuern.

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Dazu kommt an anderer Stelle ein kleiner Anstieg: Der Aufgang vom Stall zum Auslauf, der höher liegt. Damit hier auch bei Regen niemand rutscht, haben wir den Bereich mit Gummimatten ausgelegt. Darauf haben die Ponys sicheren Halt, und sie tragen weniger Sand in den Stall.

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Stichwort Boden: Beim Rundgang über die Anlage laufen die Pferde über Naturboden, Sand, Gummimatten und Pflastersteine. Die Hufe nutzen sich dadurch so ab, dass der Schmied nur wenig zu tun hat, er muss nur die Form korrigieren (unsere drei haben keine Eisen). Grober Sand auf Pflaster kann allerdings zu so großem Abrieb führen, dass Barhufgänger Probleme bekommen, daher die Gummimatten im Übergangsbereich. Sie dienen auch als Liegefläche, falls das Wetter ganz fies wird und auch der Sand nicht mehr gemütlich ist. Kría schläft nicht gerne im Stall, egal wie übel es schüttet. Außerdem fegen wir regelmäßig den Sand von der Pflasterfläche, damit es nicht so schmirgelt.

Bislang bewährt sich das so ganz gut, auch die Senioren sind fit und geschickt auf den Beinen. Sollte sich das mal ändern, kann ich die Wege auch schnell wieder „barrierefrei“ machen – bis auf die Steigung vom Stall hinauf. Aber ich probiere auch so immer neue Wegeführungen aus, es soll ja nicht langweilig werden.