Nach den Eisheiligen kann endlich das Hügelbeet bepflanzt werden. Was das mit Pferdehaltung zu tun hat? Nun, mein Hügelbeet besteht zu einem großen Teil aus Pferdemist. Eine Möglichkeit, den wertvollen Kompost zu nutzen, ohne mit einem Bein im Knast zu stehen.

Natürlich sammeln wir als brave Bürger dieses bürokratischen Staates unseren Mist in einem Container und lassen ihn entsorgen. Schließlich scheint verdautes Gras ungefähr so umweltschädlich zu sein wie Schweröl, wenn man den Auflagen glaubt. Nix mit einfach aufhäufen und die Würmer ihren Job tun lassen… Damit fehlt aber der Kompost – für die Weiden, aber vor allem auch für meinen Gemüsegarten. Da bin ich auf die Bauanleitung für ein Hügelbeet gestoßen. Mist ist ein wichtiger Bestandteil. Den Unterschied zu dem illegalen Misthaufen macht der Aufbau – und die Bepflanzung.
Für den Unterbau nimmt man eine Schicht Reisig, davon haben wir genug. Irgendeine Hecke muss immer gestutzt werden. Darüber kommt klassisch eine Schicht Grassoden als „Zwischendecke“. Oben drauf dann grobes Material – der mit Stroh durchsetzte Mist aus dem Stall. Drüber dann die puren Äpfel aus dem Paddock, außerdem Bio-Abfall aus der Küche, Laub und Rasenschnitt. Den Abschluss macht eine Schicht reifer Kompost, sprich Erde. Fertig ist die perfekte Anbaufläche für alles, was viele Nährstoffe und Wärme liebt: Zucchini, Kürbisse, Gurken, Tomaten.
Vor allem Kürbisse brauchen sehr viel Platz. Daher darf so ein Hügelbeet recht groß sein. Natürlich nicht fünf Meter hoch. Aber ich habe bisher keine Höchstmaße gefunden, stattdessen durchaus Bauanleitungen für Hügelbeete von zehn Metern Länge und mehr. Das ist zumindest geeignet, den nächsten Abfuhrtermin für den Container etwas hinauszuzögern – und im nächsten Jahr kann man das ganze umschichten und den Kompost ernten. A propos Ernte: Die fällt, bei sonniger Lage und genügend Wasser, auf so einem Hügelbeet sehr üppig aus.


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