Auf unserer Weide stehen immer mehr Metallpfähle, und die bewähren sich gerade jetzt besonders gut. Denn seit drei Wochen hat es nicht mehr geregnet, der Lehmboden ist knüppelhart. Ausgerechnet jetzt die Weide umstecken? Kein Problem. Unsere Stahlpfähle können wir nur empfehlen. Denn wo wir früher Trittstege zerkracht haben beim Versuch, Kunststoffpfähle in die Erde zu würgen, braucht es jetzt nur ein paar sanfte Schläge mit dem dicken Hammer. Fertig.

Auch sonst ist das Metall überlegen. Kein sprödes Plastik mehr durch die Sonne, keine verbogenen Pfähle, weil der Zaun irgendwo um die Ecke musste, kein zerbrochenes Gebrösel. Wir nehmen Winkelstahlpfähle von Horizont. Die haben ein Rechtwinkliges Profil und verbiegen sich dadurch nicht, auch wenn ordentlich Zug auf der Ecke ist. Auch der Trittsteg ist rechtwinkelig und gibt zusätzlichen Halt.
Die angespitzten Pfähle bekomme ich bei feuchtem Boden genauso mit dem Fuß in die Erde wie die Kunststoff-Varianten, bei trockenem Wetter hilft besagter Hammer. Raus gehen die Pfähle bei jedem Wetter ganz leicht, etwas wackeln, ziehen und man hat ihn.
Die Pfähle kosten ungefähr so viel wie Kunststoffpfähle, allerdings muss man die Isolatoren extra kaufen. Zur Befestigung haben die Pfähle Löcher. Wir hatten zunächst Ringisolatoren, die an die Pfähle geklemmt und mit einem Splint fixiert werden. Die neuen Exemplare habe ich mit Klipp-Breitband-Isolatoren für Metallpfähle ausgestattet, die gibt es zum Beispiel von Voss Farming, die Firma stellt ebenfalls Winkelstahlpfähle her. Da wir die Litzen jetzt besser spannen können, brauchen wir für dieselbe Zaunlänge aber weniger Pfähle – so spart man am Ende wieder.
Wir verwenden die Pfähle in 1,20 Meter Gesamtlänge, die sind eingeschlagen noch einen Meter hoch – das reicht, um für die Ponys und Zebus die Parzellen abzuteilen. Die Pfähle in 1,65 Meter Länge bekomme ich nicht mehr ohne Probleme mit dem Hammer in den Boden, dafür bräuchte ich eine Trittleiter.
Einziger Nachteil: Durch die kantige Form und die Stabilität besteht ein höheres Verletzungsrisiko für die Tiere auf der Weide, wenn sie einen Pfahl umrennen sollten. Bei einer ruhigen Herde wie unserer habe ich da keine Bedenken. Sonst könnte man die Winkelpfähle auch nur als Eckpfosten nutzen und dazwischen glatte Metallpfähle oder den guten alten Kunststoff verwenden.
Wir kaufen jetzt aber nur noch Metallpfähle. Die verbliebenen Kunststoff-Exemplare werden aufgebraucht – und dann gehören krumme Pfähle und Gebrösel der Vergangenheit an.


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