Der Tebenhof und seine Bewohner

Pferdehaltung ist nichts für schwache Nerven. Immer wenn man denkt es läuft gerade, kommt wieder irgendein neues Problem. Matsch im Paddock, Unkräuter auf der Wiese, Staub im Heu – ständig gibt es Überraschungen.

Unser kleiner Hof liegt in Lippe, NRW. Wir haben gut eineinhalb Hektar Land für unsere beiden Islandpferde und einen Hafi-Mix. Ständig versuchen wir, die Anlage zu optimieren und auf die besonderen Bedürfnisse der Pferde einzugehen. Denn die drei brauchen nicht nur – wie alle Pferde – Licht, Luft, Bewegung, Gesellschaft und möglichst ständig was zu fressen, aber bitte nicht zu viel, was ja schon schwierig genug ist. Nein, es muss auch noch alles staubfrei und bekömmlich sein, der „Opi“ der Herde braucht Extra-Rationen für sich alleine und alle dürfen im Sommer nur stundenweise Gras, damit sie nicht zu fett werden. Aber bitte keine langen Fresspausen. Und dann ist da noch der Matsch… Also genug Gründe zum Immer-wieder-ausprobieren.

Ich habe die Anlage selbst entworfen und tüftele seit 20 Jahren an Verbesserungsmöglichkeiten herum. Zuvor stand mein erstes Pferd in einer Haltergemeinschaft, wo ich mir einiges abgucken konnte – aber auch sah, was nicht so gut funktioniert. Auf dem eigenen Hof haben wir dann weiter experimentiert, gebastelt, geplant, getestet, verworfen und umgebaut. Und weil für den einen oder anderen vielleicht genau der richtige Tipp für die aktuelle „Baustelle“ dabei sein könnte, stelle ich unsere Ergebnisse jetzt hier vor.

Kein Paddock, keine Wiese und kein Pferd ist wie das andere. Was bei uns geklappt hat, muss bei anderen nicht zwingend auch die perfekte Lösung sein – aber dennoch kann man von den Erfahrungen anderer nur klüger werden. Für die hier veröffentlichten Tipps gebe ich daher keine Garantie. Aber ich möchte euch berichten, was wir bisher so alles ausprobiert haben.